Der Blick vom Tal lies erahnen, was da auf uns zukam: tief verschneit stand da das mächtige Bietschhorn, die Schneegrenze deutlich unterhalb der Hütte...
Die Bietschhorn-Hütte ist ein richtiges Bijou und wahrlich nicht überrannt: im Hüttenbuch finde ich sogar noch den Eintrag von unserem letzten Besuch (vor 8 Jahren!).
Am nächsten Morgen wühlen wir uns durch den Schnee rauf zum Schafsberg. Während wir zum Beginn des Westgrat gehen tauchen die umliegenden Berge langsam aus der Dunkelheit auf und die ersten Gipfel werden von den Strahlen der aufgehenden Sonne erfasst. Jedesmal wieder eine fantastische Stimmung deren Anblick allein schon je Tour wert wäre. Bis die wärmenden Strahlen allerdings bei uns sind, kriegen wir alle noch ein Portion eisige Finger ab, während wir dem Westgrat entlang ansteigen.
Natürlich kommen wir bei diesen Bedingungen nur relativ langsam vorwärts. Als wir für die letzten 100 Hm ein Stunde brauchen wird schnell klar, dass wir so nicht mehr zum Gipfel kommen und drehen um.
Eine Tour zwar ohne Gipfel, eine aber die uns umsomehr Spass gemacht hat bei diesen ungewönlichen Bedingungen.