Cannibal Creek, Old Telegraph Track

Die Fahrt zur nördlichsten Spitze Australiens, zum Cape York ist eine tolle Sache. Regenwald, tropische Strände, Savanne mit hohem Termiten-Hügeln und reichlich holprige und staubige Pisten.

Es gibt einige Strassen die man miteinander kombinieren kann. Als Velofahrer zahlt es sich auf jeden Fall aus, auf die kleineren Pisten auszuweichen (Bloomfield, Lakefield, Old Telegraph Track). Erstens sind sie landschaftlich viel interessanter und vor allem hat es dort weniger Verkehr und somit deutlich weniger Staub.

Küstenstrasse bis Cape Tribulation

Diese Strasse ist durchgehend asphaltiert. Dementsprechend muss man sie mit der ganzen Mietwagenflotte von Cairns teilen. Es hat viele tolle, tropische Strände entlang der Strecke. Kurz vor Cape Tribulation fährt man durch den Daintree Regenwald.

Bloomfield Track

Der Bloomfield Track startet beim Cape Tribulation bis er nach Helendale auf den Mulligan Highway trifft. Er ist zwar nur 85km lang aber auf keinen Fall zu unterschätzen. Der Track führt meist mitten durch den tiefen Regenwald - sensationell. Es gibt einige Flüsse zu durchqueren, welche aber kein Problem sein sollten. Der Belag der Strecke ist meist recht gut. Die eigentliche Herausforderung dieses Track ist seine Steilheit. es gibt ein paar abartig steile Anstiege wo man sogar schiebender Weise nur knapp hoch kommt! Da es in dieser Ecke recht oft regnet (Regenwald!) kann der Track danach sehr rutschig werden.

 

Etwa in der Mitte passiert man eine Aboriginal Community und etwas weiter Ayton wo es einen kleinen Laden und einen schönen Camping hat. Die nördliche Hälfte des Tracks ist dann deutlich einfacher.

Battle Camp Road (Cooktown - Laura)

Sehr abwechslungsreiche Strecke. Im Osten einige Steigungen, im Westen flacher. Es hat ein paar schöne Flüsse zum Furten. Im 2010 wurde gerade damit begonnen, die Strecke auszubauen. Wrd also wohl leider bald asphaltiert sein.

Lakefield NP

Die 175km lange Piste durch den Lakefield NP ist oft recht ruppig und es hat einige Male weichen Sand. Vor allem aber kann es sehr staubig sein, wenn es viele andere Fahrzeuge unterwegs hat. Es geht meist durch eine Art Savanne, hohes Gras, viele Termiten-Hügel und Eukalyptus Bäume. Dann hat es aber auch viele Seen, Sümpfe und Wasserlöcher welche vor allem viele Angler anlocken.

Entlang der Strecke hat es viele einfache Zeltplätze.

Peninsula Development Road (Laura - nach Archer River)

Auf diesem Streckenabschnitt gibt es keine Alternative zu dieser Strasse. Eine gut ausgebaute und unterhaltene Piste. Der Belag wechselt ständig, einmal sehr gut, dann sehr sandig. Da aller Verkehr auf dieser Strasse fährt, hat es auch immer mal wieder Wellblech. Zwischendurch gibt es kurze asphaltierte Abschnitte zum Durchatmen, denn das Hauptproblem hier ist der Staub. Ein paar Abschnitte sind grässlich staubig und als Radler kriegt man eine ordentliche Ladung davon ab!

Old Telegraph Track

Der Old Telegraph Track ist das eigentliche Highlight einer Fahrt zum Cape. Ein Track wie aus einem Camel Trophy Werbefilm. Eng, kurvig, oft sandig und mitten durch den Busch. Es gibt einige haarige (steile, schlammige Böschungen) Flussüberquerungen und viele einfache. Mit dem Velo sind aber alle machbar. Die bekannteste solche Flussüberquerung ist der Gunshot Creek wo es auch eine Umfahrung gäbe. Es hat immer wieder kürzere sandige Passagen wo man schieben muss. Der Track ist anstrengend aber schlicht genial.

Auf dem nördliche Teil des Track hat es noch einmal ein paar knackige Furten. Die letzte am Jardine River wird allerdings nicht empfohlen(tief, Krokodile). D.h. man muss wieder zurück und rüber zur Northern Bypass Road ausweichen wo es eine Fähre über den Jardine gibt.

Southern / Northern Bypass Road

Alternativ zur Old Telegraph Track gibt es diese Strasse. Etwa in der Mitte kreuzt sie den Track. Es ist eine gut ausgebaute Piste. Wegen des vielen Verkehrs hat es aber auch hier viel Staub und Wellblech.

Bamaga Road (Jardine - Cape York)

In der Umgebung von Bamaga hat es etwas Asphalt, sonst aber ist es einer der schlechtesten Abschnitte: Oft sandig und viel übles Wellblech.

Versorgung

Wasser ist eigentlich nie ein Problem, da man sicher einmal pro Tag zu einem Fluss kommt. Einzig auf der Strecke zwischen Archer River und Moreton Telegraph Station ist es auf 130km trocken.

Einkaufen kann man in Cooktown, Laura (war selber nicht da), Coen (kleine Läden), Bamaga und Seisia (guter Supermarkt). Die Roadhouses verkaufen Take away food.

Jahreszeit, Wetter

Der Strassen zum Cape sind nur in der Trockenzeit befahrbar also vom Juni bis September. Je weiter hoch man kommt, dest heisser und feuchter wird es. Meist bläst ein recht starker, konstanter Wind aus Südosten. Die Fahrt rauf ist also einfacher.

Rückkehr

Wer die Halbinsel nicht rauf und runter fahren will, kann ab Bamaga zurück nach Cairns fliegen oder es gibt ein Transport-Schiff welches einmal pro Woche nach Cairns fährt.

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