Dorf vor Along

Die nordöstlichste Provinz Indiens. Etwas vom Besten was Indien zu bieten hat. Unglaublich vielfältiger Übergang vom Tibetischen Hochland nach Südostasien. Dichte Wälder und zahllose interessante Völker (über 50 Sprachen werden in der Region gesprochen).

Permit

Um durch Arunachal Pradesh reisen zu dürfen braucht man ein Permit. Minimale Gruppengrösse ist 2. Wenn man das Permit aber einmal hat, ist es auch möglich, alleine zu reisen. Man kann also einfach 2 kaufen, wenn man alleine ist. Am einfachsten erhält man das Permit über einen Tour Operator. Es sind aber nicht alle gleich interessiert einem solch ein Permit zu organisieren. Das Permit kostet 50$ pro Person, plus ca. 50$ für den Tour Operator. Ich habe meine 2 Permits direkt in Delhi beim zuständigen Office für Arunachal Pradesh (Arunachal Bhagwan, Kautilya Marg, Chanakyapuri, New Delhi-110021) beantragt und erhalten (und dadurch keine zusätzlichen 50$ für den Tour Operator bezahlen müssen). Sie meinten aber, dass das eine Ausnahme sei.

Strasse

Die Strassen sind generell eng, mit zahllosen Kurven. Der Belag variiert von gut, bis holprigen Pisten. Meist hat es sehr wenig Verkehr. Details siehe bei den einzelnen Strecken. Nach Regen können einige der Strassen sehr schlammig werden.

Unterkunft

Erstaunlicherweise hat es fast in jedem kleinen Ort ein Gouvernement Resthouse oder eine Tourist Lodge. Diese sind meist sehr einfach. Wild zelten ist deshalb kaum notwendig. In dem meist sehr dichten Wald ist es auch gar nicht einfach einen Platz zu finden.

Infrastruktur

Banken mit ATM hat es in allen grösseren Orten. Internet Cafe sind sehr selten und alle durchwegs extrem schlecht. 

Kleine Läden hat es in allen Orten, allerdings mit recht kleiner Auswahl. Restaurants sind deutlich weniger dicht als im restlichen Indien.

Strecken

Tezpur - Bomdila - Dirang - Tawang (340km, 7725Hm)

Das Tawang valley ist landschaftlich und kulturell sehr ähnlich wie Tibet/Bhutan. In Tawang ist eines der grössten Buddhistischen Klöster und der Dalai Lama kam hier durch auf seiner Flucht aus Tibet.

Die Fahrt führt über mehrere hohe Pässe. Der Höhepunkt ist der 4176m hohe Se La. Die Steigungen sind meist recht angenehm und die Strassen recht gut. Im 2014 wurde auf grossen Teilen der Strecke die Strasse ausgebaut wodurch es viele holprige Baustellen hatte. Bis dies fertig ist, dürfte es noch eine Weile dauern. Auf der Strecke hat es recht viel Verkehr, vor allem Militär, welche unglaublich viele Camps entlang der Strecke haben.


Nechi Phu - Seppa - Sagalee - Doimukh (300km, 4270Hm)

Eine sensationelle Strecke. Ein einziges Abenteuer vom ersten bis zum letzten Kilometer. Die ganz kleine, enge Strasse führt in endlosen Kurven mitten durch einen oft unglaublich dichten Dschungel. Irgendeinmal wurde die Strasse asphaltiert, doch davon ist nur noch ganz wenig übrig. Es ist also oft holprig und bei Regen schlammig, allerdings nie zu schlimm und die Strasse erholt sich immer wieder. Nur ganz wenig Verkehr.


Doimukh - Ziro - Daporijo - Aalo - Pasighat (500km, 9100Hm)

Viele interessante Dörfer welche vollständig aus grossen Bambus Langhäusern bestehen. Vor allem im Ziro Valley leben eine Vielzahl verschiedener Stämme mit eigener Sprache und Kultur. Weniger lange Anstiege, dafür viele kleine. Die Strasse ist meist gut, mit einigen holprigen Abschnitten. Der letzte Abschnitt vor Pasighat ist dann dafür ganz schlecht.

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