Nach meinem Rueckzug von "el Tatio" wegen Schnees, bin ich von Calama mit dem Bus bis Iquique gefahren um dort neu zu starten.
Eine Stadtausfahrt ist nie besonders angenehm mit dem Velo: Weg suchen, viel Verkehr... Wenn das ganze aber noch mit 1000 Hoehenmetern auf den ersten 15km gespickt ist, dann wird es zur Qual. So geschehen in Iquique. Es war wirklich sehr gefaehrlich. Nur eine kurze Strecke bin ich danach auf der Panamericana gefahren, als es wieder in die Berge ging. Von Huara aus fuehrt die Strasse in einer einzigen Steigung aus der Wueste rauf aufs Altiplano. Unglaublich, innerhalb von 9 Tagen bin ich nun zweimal von Meereshoehe rauf auf 4400 gefahren !
Nachdem die hohen Paesse ueberwunden waren, ging es von Colchane aus Richtung Norden der chilenisch/bolivianischen Grenze entlang durch die National Parks: Vulkan Isulga, La Vincuña, Salar de Surire und Lauca. Dass zu den schoensten Orten immer die schlechtesten Strassen fuehren, hat sich einmal mehr gezeigt. Besonders die Strasse bis zum Salar de Surire hatte es in sich: viel weicher Sand, oft kaum fahrbar oder extremes Wellblech. Die Landschaft aber war grandios: zuerst um rauchende Vulkankegel herum und dann einem Salzsee entlang. Taeglich habe ich viele Alpacas, Vincuñas, Vizcachas (eine Art Hase mit langem Schwanz) und Flamingos gesehen. Ein besonderer Genuss waren auch die heissen Quellen,die zu einfachen Pools gestaut waren, in welchen ich meine mueden Radler-Beine erholen konnte.
Welche Wohltat fuer meinen Ruecken, als ich nach 3 Tagen wieder die Asphalt-Hauptstrasse nach La Paz erreichte. Leider spielte hier das Wetter einige Kapriolen und ich habe den Grenzpass nach Bolivien (Tambo Quemado 4660m) in einem veritablen Schneesturm ueberquert.