An die Taschen in denen ich mein Gepäck verstaue stelle ich folgende Ansprüche: 

  • Die Taschen sollen auch bei ruppigen Pisten möglichst gut am Velo halten und am Abend doch einfach und schnell abzunehmen sein.
  • Sie sollen das Fahrverhalten möglich wenig beeinflussen. Das erreicht man am besten, indem das Gewicht möglichst auf Nabenhöhe und eng anliegend am Velo ist. 
  • Die Taschen sollen möglichst wasserdicht, robust und trotzdem praktisch sein.
  • Oft benötigte Dinge sollen möglichst schnell erreichbar sein.

Wie die Meisten teile auch ich meine Sachen wie folgt auf:

  • Hinterradtaschen
  • Vorderradtaschen (Ich versuche hier möglichst viel Gewicht zu packen, um die eh schon strapazierten Hinterräder zu entlasten)
  • Lenkertasche (hierher kommt alles, was man viel braucht)
  • Packsack auf dem Gepäckträger. Kann auch ein Rucksack sein, wenn man den häufig braucht.

Vorder- und Hinterradtaschen

Hier gibt es vor allem 2 Typen von Taschen:

  • geschweisste Taschen aus einer Art Lastwagenplane. Sie sind vor allem wasserdicht, aber nicht wirklich praktisch.
  • genähte Taschen aus Cordura. Weil genäht sind sie nicht wasserdicht. Dafür sind sie meist praktischer weil unterteilt in Deckel- und Seitentaschen.
Ortlieb Frontroller
Senkschrauben an Ortlieb

Ortlieb Taschen dominieren ja inzwischen völlig den Markt. Leider haben sie dadurch andere (mindestens so gute oder bessere) Taschen fast vom Markt verdrängt. Ich habe zu ihnen ein etwas gespaltenes Verhältnis. Einerseits sind sie zweifelsfrei unschlagbar in Bezug auf Wasser- und Staubdichtigkeit. Auf der anderen Seite ist ihre Robustheit aber nicht gerade überragend (in der Zeit, wo ich ein Paar Cordura Taschen verbrauche, gehen bei mir 2 Paar Ortlieb kaputt, meist durchgescheuerte Stellen etc). Am meisten ärgert mich aber die Befestigung der Hacken etc. Früher war das mit Nieten gemacht, welche bei mir dann in regelmässigen Abständen ausgebrochen sind. Heute sind das furchtbare Schrauben mit einer unmöglich grossen Mutter welche dann in der Tasche 10mal vorsteht und an allem nagt, was in ihre Nähe kommt. Ich entferne diese Schrauben jeweils von Anfang an und ersetze sie durch Senkschrauben, welche nicht mehr vorstehen. So erwarte ich diese Taschen eigentlich geliefert...

Bach Monsoon Hinterradtasche

Cordura-Taschen wie sie z.B. Bach herstellt sind extrem robust. Diese Dinger sind fast nicht kaputt zu kriegen. Da sie aber genäht sind, sind sie nie 100% wasserdicht. Nicht alles muss aber wasserdicht verpackt sein. Durch die Aufteilung in Deckel- und Aussentaschen und dank den Kompressionsriemen ist das Verstaute besser organisierbar und die Tasche macht auch halb beladen eine gute Falle. Leider produziert Bach diese Taschen nicht mehr. Ich habe mir gerade noch ein Exemplar ergattern können...

Für mich hat sich deshalb eine Kombination aus wasserdichten Taschen (Typ Ortlieb) und robusten Cordura-Taschen (Typ Bach) bewährt. So habe ich die Vorteile von beiden Systemen.

Bach Monsoon mit Quick-Lock

Aufhängung

Die Quick-Lock Aufhängung der Ortlieb-Taschen hält die Tasche sicher am Träger und hat sich sehr gut bewährt. Deshalb habe ich diese Haken auch an meine Bach Taschen montiert (kann einzeln gekauft werden).

Lenkertasche

Eigentlich ist eine Lenkertasche schon fast ein Widerspruch in sich: Es gibt wohl keinen ungünstigeren Ort am Velo, um Gepäck zu befestigen. Also auf keinen Fall zu viel Gewicht rein tun, das Fahrverhalten des Velos wird sonst verschlechtert. Trotzdem will man natürlich nicht auf die praktische Seite einer solchen Tasche verzichten: die wichtigsten Dinge hat man schnell zur Hand. Zudem ist die Karte obendrauf unverzichtbar.

Zu den wichtigen Dingen, die ich jederzeit zur Hand haben will, zählt bei mir in erster Linie die Kamera. Um diese gut zu schützen und nicht in Versuchung zu geraten, die Tasche mit weiteren Dingen zu füllen, habe ich einen Schaumstoff-Einsatz 'zurecht-geschnitzt', wo genau die Kamera und sonst noch ein paar Kleinigkeiten rein passen. Diese ist somit optimal geschützt und doch jederzeit griffbereit.

Packsack

Packsack mit Schultergurten

In den Packsack mit wasserdichtem Rollverschluss kommen bei mir alle besonders leichten Dinge, die aber unbedingt trocken bleiben sollen: Der Schlafsack und die Kleider.
Natürlich kann man anstelle eines Packsackes auch einen Rucksack auf den Gepäcktrager binden, den man dann auch gleich für Wanderungen brauchen kann. Dieser ist dafür dann nicht wasserdicht. Gut ist auch ein Packsack mit Trägern, den man also auch als Rucksack gebrauchen kann. 

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