Habe ich mich darauf gefreut endlich diese Strecke durchs Altay Gebirge zu fahren! Ich konnte es kaum erwarten. Die folgenden Tage übertreffen aber die kühnsten Erwartungen bei Weitem!
Grosse weite Flüsse, klare Bergbäche, kleine Dörfer mit Blöckhäusern, endlose Nadel- und Birkenwälder, meterhohe Blumenwiesen, schroffe Felswände, grosse Pferdeherden, gletscherbedeckte Gipfel am Horizont. Es ist einfach wilde, unberührte Natur - grossartig! Tagelang fahre ich über kleine Pässe, meist einem Fluss entlang, durch tiefe Wälder und Abends stelle ich das Zelt an den schönsten Lagerplätzen am Flussufer auf. Es ist wie in einem Bubentraum, fehlt nur dass ich die Angelrute dabei habe.
Dann werden die Täler weiter und öffnen sich zu Hochebenen. Es ist nun deutlich trockener. Die letzte Ebene vor dem Grenzübergang sieht aus wie auf dem Bolivianischen Altiplano: trocken und nur noch Büschelgras, einzelne Lagunen und grosse Berge am Horizont.