Mit dem Velo starte ich danach Richtung Nordwesten, rauf in die gebirgige Grenzregion zu Laos und China. Nach einem ersten etwas flachen Tag geht es los mit den Bergen. Diese sind nicht besonders hoch aber steil, sehr steil. Es gibt hier kaum einen flachen Meter, ständig geht es eine 10%-Steigung hoch oder runter.
Die Leute sind einfach unglaublich. Jeder der mich sieht, lacht, winkt mir zu und grüsst mich. Klar, wenn das gerade mal sehr viele Leute sind, oder ich in einer langen Steigung drinn bin, kann das auch anstrengend sein. Meistens ist es aber sehr nett.
Das Wetter aber gefällt mir ganz und gar nicht. Die ersten 4 Tage fahre ich bei kühlen Temperaturen im ständigen Nebel und Regen. Oft sehe ich nicht mehr als 100m. An einem Pass ist gerade eine grosse Baustelle. Das hat zur Folge, dass ich einige Male durch den Morast fahren muss. Bei diesem Wetter eine furchtbar dreckige Angelegenheit. Die Erde ist hier so etwas klebrig, dass ich bereits nach 100m die Räder nicht mehr drehen kann. Endlich im Ort angekommen leihe ich mir einen Schlauch aus und spritze erstmal das Velo und mich sauber, ehe ich mich auf die Suche nach einem Zimmer mache.