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Im Frühling 2008 werde ich zu einer neuen Veloreise starten.

Anders als z.B die letzte Reise wird es diesmal aber nicht eine mehr oder weniger direkte Reise von A nach B geben. Ich habe eine lange Liste von Orten in Asien, die ich gerne besuchen möchte. Diese miteinander zu kombinieren war gar nicht so einfach. Herausgekommen ist eine wilde Route, kreuz und quer durch ganz Asien. Ich habe die Reise desshalb 'meine Asien Odyssee' benannt.

 

Starten werden ich diesmal nicht von zu Hause. Bei der Wahl zwischen einer (erneuten) Winterfahrt durch Ost-Europa und einer Skitouren-Saison zu Hause habe ich mich dann doch für zweiteres entschieden. Ich werde also in Kirgistan in Zentralasien starten.

 

"Schon wieder weg, Du bist doch erst zurückgekommen?" Nicht etwa dass es mir zu Hause nicht gefallen würde, ganz im Gegenteil. Freunde, Familie und die Schweizer Berge zu verlassen fällt mir alles andere als einfach... Wieso aber schmeisst denn ein bald 42-jähriger seinen guten Job einfach so hin und tauscht Wohnung, Freunde & Alltag in der sicheren und schönen Schweiz mit einem Leben im Zelt entlang der Strasse? Diese Frage wird mir natürlich immer wieder gestellt.

 

Das Unterwegssein mit dem Velo verkörpert für mich einfach so viele der Sachen, die mir wichtig sind:

  • Die nahezu grenzenlose Freiheit dorthin zu fahren wo ich genau in dem Moment will. An jeder Kreuzung selbst entscheiden zu können ob ich links in die Berge, rechts in die Stadt oder gar nicht weiterfahren will. OK zugegeben, ich fahre ja eh immer links... :-)
  • Die Ungewissenheit und Neugier, was mich hinter der nächten Kurve erwartet. Jeden Tag aufs Neue neue Landschaften und Menschen kennen zu lernen.
  • Die Reduktion auf die wirklich wesentlichen Bedürfnisse. Unterwegs bin ich am Abend glücklich, wenn ich nette Menschen treffe, genug Essen, sauberes Wasser und einen Platz zum Schlafen finde.
  • Tagelang draussen in der Natur unterwegs sein zu können
  • ...und schliesslich dieses unvergleichliche Glücksgefühl das mich jedesmal überkommt, wenn ich eine Passhöhe erreicht habe. In diesen Momenten fühle ich mich als 'König der Welt' ...auch wenn das ausser mir selbst gar niemand mitbekommt.

Mit dem Reisen ist es ja wie beim Kampf gegen die Hydra: Hat man ein Reise-Ziel erreicht, wird dadurch die Wunschliste nicht kleiner, sondern es entstehen sofort zwei neue Ideen! Das Hauptargument, diese dann auch wirklich umzusetzen ist meist die fehlende Zeit. Im Moment ist es mir aber so wichtig, dass ich mir diese jetzt einfach nehme. Ich bin mir schon bewusst, dass die Möglichkeit das zu machen ein grosses Privileg ist. Für mich ist es der grösste Luxus, auch wenn ich natürlich weiss, dass Reisen nicht nur 'eitel Sonnenschein' ist. Auch hier gibt es gute und schlechte Zeiten und irgendwann pendelt sich auch unterwegs ein Alltag ein.

"Because it is there"

George Mallory

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