Tourenfahrer fanden in Kirgistan schön seit langem tolle Strecken, wunderschöne einsame Landschaften und gastfreundliche Menschen. Ideale Bedingungen zum Radfahren. In letzter Zeit entdecken vor allem Bikepacker die fast unbeschränken Möglichkeiten auf alten kaum noch benutzen Strassen und kleinen Pfaden durch das weite Land zu Reisen. Für sie ist dieses Land ein regelrechtes Eldorado.  

Übersichtskarte

Strassen

Die Strassen in der Kirgistan könnte man in 3 Kategorien einteilen:

Asphaltierte Strassen
In den letzten Jahren wurden einige Hauptverbindungsstrassen mit der Hilfe von China neu asphaltiert. Die Strassen sind perfekt aber dadurch nimmt natürlich leider auch schnell der Verkehr zu. Dann gibt es viele Strassen die vermutlich noch zu Zeiten der Sowjetunion gebaut wurden. Diese bestehen inzwischen oft aus mehr Löchern denn Asphalt, speziell am Rand wo wir Velofahrer fahren. Die Kirgisen fahren nicht besonders rücksichtisvoll, die meisten sind sich schlicht nicht gewohnt dass Velofahrer auf der Strasse fahren und erwarten dass man Platz macht und auf der Schulter fährt sobald sie kommen. Weil das oft etwas stressig ist, bin ich auf solchen Strecken oft freiwillig auf der (sandigen) Schulter gefahren

Haupverbindungsstrassen 

Wenn nicht asphaltiert sind das meist mit Baumaschinen angelegte Schotterstrassen. Wenn es auch nicht viel Verkehr auf diesen Strassen hat so ist der Belag sehr oft richtig mühsam. Starkes Wellblech und viel Staub sind übel mit denen man hier auseinandersetzen muss.

Nebenstrassen, Pfade

Strasen die nie gebaut wurden oder höchsten mal ein Bulldozer ein Trassse angelegt hat. Sie sind einfach durch wiederholtes Fahren von Geländewagen entlang der selben Route entstenden. Praktisch kein Verkehr hier und desshalb auch meist der bessere Belag weil nicht ausgefahren. In viele Täler gibt es solche Strassen welche dann aber meistens höher oben irgendwo enden und in Pfade übergehen.

Unterkunft

In vielen Orten gibt es die CBT (community based tourism). Eine Selbsthilfeorganisation welche private Zimmer bei Familien vermittelt. Eine tolle Sache um etwas Einblick in den Alltag dder Leute zu bekommen. Ausserhalb der Orte natürlich endlos Möglichkeiten zum Zelten.

Verpflegung

In den kleinen Orten haben die Läden eine sehr kleine Auswahl (Vodka und Süssigkeiten) weil halt die meisten Leute Selbstversorger sind. In den Städten gibt es inzwischen gute Supermärkte.

Wasser

Es gibt kaum Gegenden wo Wasser ein Problem ist. Fast überall trifft man auf viele Bäche mit gutem Wasser.

Visum

Seit einigen Jahren brauchen die Besucher der meisten westlichen Länder kein Visum mehr. So kann man 60 Tage im Land bleiben.

Border Permit
Um südlicher als des Naryn Tal an die chinesische Grenze zu gehen, braucht man ein Border Permit. Relativ einfach organisierbar. Ich habe meines 14 Tage vorher bei Visit Karakol bestellt und dann in Naryn bei der CBT abgeholt.

Navigation

Gute und aktuelle Karten für Kirgistan zu finden ist gar nicht so einfach. Für die grossen Verbindungsstrassen reichen die üblichen Karten aus (z.B. Gizi, Nelles, RKH).

Wer aber auf abgelegenere Pisten gehen will, dem sei auf jeden Fall ein GPS empfohlen. Ich benutze die OSM Karten. Viele, auch kleinste Pfade sind inzwischen auf der Karte.

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