Die Mongolei bietet fantastische Möglichkeiten zum Velofahren vor allem für die, welche holprige Pisten durch abgelegene Gegenden und Abenteuer lieben.

Gute Strassen gibt es nur in der Umgebung von Ulaan Baatar, unweit davon werden diese sehr schnell zu holprigen, sandigen Pisten. Die wichtigen Transitstrassen wurden aber in den letzten Jahren ausgebaut. Von der Vielfältigkeit der Mongolei war ich sehr positiv überrascht. Es gibt hier neben Sandwüsten und Steppen auch sehr viele Seen, weite Wälder und Sumpfgebiete.

Übersichtskarte

Strassen

Die Strassen in der Mongolei könnte man in 3 Kategorien einteilen:

Asphaltierte Strassen
Von Ulaanbaatar her kommend wird das ausgebaute Strassennetz schnell grösser. Es sind vor allem die wichtigen Verbindungsstrassen die so ausgebaut werden. Wirklich viel Verkehr hat es nur um Ulaanbaatar herum, sonst ist auch auf diesen Strassen immer noch relativ wenig los. Die Gegenden welche von der asphaltierten Strasse erreicht werden, verändern sich rasant schnell: Es gibt dann auch schnell viele Tankstellen, Häuser, Supermärkte etc. 

Haupverbindungsstrassen 
Diese Strassen wurden nie gebaut, sondern es sind Pisten die sich durch wiederholtes Verwenden der Route ergeben haben. Es hat hier meist wenig Verkehr, aber der Belag dieser Strassen ist trotzdem meist sehr schlecht (Wellblech). Meistens hat es auch mindestens 10 Spuren nebeneinander.

Nebenstrassen
In jedes Tal hinein führt ein Weg, eine Piste. Die entstehen meist weil die Leute in jede Ecke aller Täler fahren und dort ihre Yurten aufstellen. Dementsprechend verzweigen sich diese Pisten ständig. Je weiter rauf es geht im Tal, desto undeutlicher wird die Spur, weil sie eben nicht primär zur Fahrt ins nächste Tal genutzt wird. Auf diesen Strassen hat es so gut wie keinen Verkehr. Man trifft vor allem auf Motorradfahrer die zu den Yurten fahren. Diese Strassen sind meist super zum Fahren für Velofahrer, oft ist es nur eine knapp sichtbare Spur quer über die Wiesen.  Für Velofahrer sind das ganz klar die besten Strassen. Um sie zu finden braucht man aber auf jeden Fall ein GPS.

Unterkunft

In den Städten hat es immer mindestens ein Hotel. In Ulaan Bataar gibt es auch Guesthouses. In touristischen Regionen Ger-Camps, wo man in einer Yurte übernachten kann. Sonst aber natürlich: endlos Möglichkeiten zum Zelten.

Verpflegung

In der Städten gibt es gute Läden. Früchte und Gemüse sind allerdings überall Mangelware. In den kleinen Orten hat es immer einen Tante Emma Laden wo man das nötigste kriegt.

Wasser

Im südlichen Teil ist es oft sehr trocken und die Orte wo es Wasser gibt, oft sehr weit auseinander: gut planen. Im Norden hat es deutlich mehr Bäche. In den Orten hat es immer einen Brunnen, einfach zu finden indem man nach Leuten Ausschau hält die mit Kanistern auf kleinen Wägelchen dorthin fahren. Hier gibt es immer gutes Grundwasser.

Visum

Mit einem Touristen Visum kann man 30 Tage im Land bleiben. Wer einen längeren Aufenthalt plant kann einmalig max. 30 Tage verlängern. Diese Verlängerung kann nur in Ulaanbaatar beim Immigration Office (in der Nähe des Flughafens) gemacht werden und kostet 2$ pro Tag (2014). Der Prozess ist einfach und speditiv und beinhaltet auch gleich die Registrierung im Land. 

Border Permit
Für Strecken die in der Nähe der Grenze verlaufen (z.B. Tsagannuur,  Altai Tavan Bogd Park) ist ein sog. Border Permit erforderlich. Dieses kann man in den jeweiligen Aimag Hauptorten bekommen (z.B. Olgy, Mörön) oder in Ulaanbaatar. Meist ist es als Ausländer nicht möglich selbst ein solches Permit zu erhalten, es muss ein Einheimischer dabei sein. Da diese natürlich dann auch daran interessiert sind, nicht nur ein Permit sondern eine Tour zu verkaufen ist es nicht immer ganz einfach an ein solches Permit zu kommen. 

Navigation

Gute und aktuelle Karten für die Mongolei zu finden ist gar nicht so einfach. Für die grossen Verbindungsstrassen reichen die üblichen Karten aus (z.B. Nelles, RKH).

Wer aber auf abgelegenere Pisten gehen will, dem sei auf jeden Fall ein GPS empfohlen. Diese Pisten bestehen oft aus unzähligen kleinen Verzweigungen, wo es ohne GPS oft schwierig ist die richtige zu finden. Ich benutze die OSM Karten welche genügend gut sind. Es sind bereits viele kleine Routen vorhanden dort, wenn natürlich sicher noch nicht alle.

Kommentare