Gleich drei mögliche Routen zwischen den zwei grössten Städten Zentral-Tibets. Wer die Wahl hat, hat die Qual...

Aktuelle Lage

Seit April 2008 ist es praktisch unmöglich geworden alleine nach Tibet einzureisen. Seit diesem Zeitpunkt sind vor allem die Checkpoints durch die Armee verstärkt worden. Dadurch ist es nicht mehr möglich, ohne Permit einzureisen, wie das vorher viele Jahre lang möglich war. Dies gilt für die gesamte TAR und ganz besonders auch West-Tibet.

Routen

Es gibt drei verschiedene Routen um von Shigatse nach Lhasa (oder umgekehrt) zu kommen:

Dem Brahmaputra entlang

280km durchgehend asphaltiert und mehr oder weniger flach. Aber desshalb sind wir ja nicht nach Tibet gekommen, oder...?

Die südliche Route

Diese Strecke soll mittlerweilen auch mehr oder weniger durchgehend asphaltiert sein. Sie ist aber trotzdem landschaftlich sehr lohnend. Die Fahrt entlang dem Yamdrok See ist wunderschön, die Pässe Gampa La (4790m) und Khari La (5045m) toll und Gyantse eine interessante Stadt mit einem schönen Fort und der grössten Stupa Tibets.

Die nördliche Route

Die abgelegenste Route. Grösstenteils nicht asphaltiert aber gut, kaum Verkehr. Die Fahrt über den Suge La (5435m) ist toll, mit genialer Sicht auf den Jomo Gantse (7043m) und als Belohnung kann man nachher in den heissen Quellen von Yangpachen baden. Im Folgenden beschreibe ich diese Route.

Abstecher

Natürlich gibt es auch hier eine Reihe lohnenswerter Abstecher...

Heisse Quellen von Yangpachen

8km bevor man auf den Golmud-Lhasa Highway trifft, passiert man die heissen Quellen von Yangpachen. er Ort sieht zwar nicht sehr einladend aus mit einigen hässlichen Industrieanlagen, doch das vergisst man schnell wenn man sich im grossen Pool mit heissem Wasser durchgaren lässt...

Namtso Lake

Relativ einfacher Absecher zum zweitgrössten Salzsee Tibets. Brandneue, asphaltierte Strasse bis zum See. Zurück geht es wieder den selben Weg.

 

Das Klima ist in diesem Bereich Tibets deutlich niederschlagsreicher. Als ich Ende Oktober über den Largen La gefahren bin, hatte es bereits viel Schnee!

Kloster Tsurphu

Das Kloster Tsurphu ist der Sitz des Karmapa. Der momentan 17. Karmapa (geb. 1985) wird gleichermassen vom Dalai Lama und von den chinesischen Behörden anerkannt. Er war der ranghöchste Lama der in Tibet wohnte, bevor auch er 1999 ins Exil nach Dharamsala floh.

 

Es sind zwar blos 24km bis zum Kloster, diese aber nicht unterschätzen! Die Fahrt ist besonders im zweiten Teil eine ganz ruppige und steile Sache, lohnt sich aber auf jeden Fall.

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